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Das deutsche Schul-System

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Der Besuch der Schule in Deutschland bedeutet nicht einfach nur, dass Ihr Kind eine zweite Sprache erlernt und eine neue Kultur kennen lernt. Sowohl dem Kind als auch den Eltern kann der Schulbesuch dabei helfen, sich in die neue Gemeinschaft zu integrieren. Für den Besuch öffentlicher Schulen fallen in Deutschland  keine Kosten an. Für das Schulwesen sind die Bundesländer verantwortlich. Deshalb stellen wir Ihnen hier das hessische Schulsystem näher vor.

Kindergarten

Im Alter von drei Jahren kommen Kinder in den Kindergarten, den sie bis zum fünften Lebensjahr besuchen. Der Kindergarten ist nicht Teil des staatlichen Schulsystems und deshalb auch nicht kostenfrei. Die Gebühr richtet sich oftmals nach dem Einkommen der Eltern; zumeist ist sie nicht sehr hoch.  Im Kindergarten wird die soziale Entwicklung des Kindes gefördert durch Spiel, Kunst, Musik und Bewegung. Träger von Kindergärten sind Städte und Gemeinden, oftmals aber auch  Kirchen, soziale Einrichtungen oder Unternehmen.

Grundschule

Alle Kinder von im Alter von sechs bis neun Jahren besuchen die Grundschule. Dort erlernen sie Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben, Mathematik, Geschichte, Geographie und Biologie. Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern, werden Kinder in Deutschland auch in Religion unterrichtet. Meist gibt es einen Klassenlehrer und zusätzlich einen Musik- und Sportlehrer. Nach der Schule sind zwischen 30 und 60 Minuten Hausaufgaben zu erledigen.
Im letzten Grundschuljahr, also der vierten Klasse, setzen sich Schüler, Eltern und Lehrer zusammen, um über die weiterführende Schule zu sprechen, die das Kind besuchen soll.  Bringt ein Kind die entsprechenden akademischen Voraussetzungen mit, kann es direkt auf das Gymnasium wechseln. Kinder, die zwei weitere Jahre brauchen, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auszubauen, besuchen zunächst die Förderstufe, um anschließend auf das Gymnasium  (mit dem späteren Ziel, eine Universität zu besuchen) oder Haupt- oder Realschule zu wechseln.

Hauptschule

Die Hauptschule vermittelt die grundlegende Bildungsebene. Sie beginnt mit dem fünften Schuljahr und geht bis zur neunten Klasse. Die Hauptschule bereitet die Schüler auf die Berufs- und Arbeitswelt vor. Sie vermittelt Allgemeinbildung, dazu gehört auch Englischunterricht.  Nach der Hauptschule steht mit der Lehrausbildung der Besuch der Berufsschule an.

Realschule

Die Realschule ist der nächsthöhere Bildungszweig in Deutschland. Dort wird den Schülern eine erweiterte Allgemeinbildung vermittelt, die sie zu Berufen in der mittleren Ebene befähigt, etwa in Handel, Handwerk und Gewerbe. Zeigt ein Schüler sehr gute Leistungen in der Realschule, kann er von dort auf das Gymnasium wechseln.

Gymnasium

Das Gymnasium ist die höchste Ausbildungsstufe; dort werden die Voraussetzungen für  den Besuch der Universität geschaffen. Die Gymnasialzeit geht über acht Jahre. Schüler werden in Deutsch, Mathematik, Physik, Chemie, Geographie, Biologie und Geschichte unterrichtet. Mit Beginn der fünften Klasse wird dir erste Fremdsprache, zumeist Englisch, aber auch Latein oder Französisch, gelehrt.  In der siebten Klasse folgt die zweite, in der neunten Klasse die dritte Fremdsprache.  Entsprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen wählen Schüler in den letzten drei Gymnasialjahren Schwerpunkte aus. Das Gymnasium schließt mit dem Ablegen des Abiturs ab, den schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Das Abitur befähigt zum Studium an einer Hochschule.

Gesamtschule

Die Gesamtschule kombiniert Gymnasium, Realschule und Hauptschule miteinander. Diesen Schultypus gibt es seit den 1960er Jahren; er erlaubt den Schülern, zwischen den Bildungsgängen zu wählen, ohne das Gebäude wechseln zu müssen.

Internationale und zweisprachige Schulen

Internationale Schulen sind darauf eingestellt, Kinder mit verschiedenen Muttersprachen von überall auf der Welt zu unterrichten. Ein Vorteil des internationalen Erziehungssystems ist seine Übertragbarkeit und die Kontinuität des Lehrplans. So werden Wissenslücken vermieden, wenn die Familien in ein neues Land oder zurück nach Hause ziehen. Als Privatschulen können sie zudem oftmals eine bessere Ausstattung gewährleisten, umfassende außerschulische Aktivitäten und längere Öffnungszeiten anbieten – in manchen Fällen bis 18 Uhr. Doch diese Privilegien haben ihren Preis: Die Schulgebühr kann etwa im Gymnasium gut mehr als 18000 Euro im Jahr betragen.
Wer in Deutschland Steuern zahlt, kann bei seiner Steuererklärung  bis zu 30 Prozent der Schulkosten und maximal  5000 Euro als Sonderausgaben geltend machen. In den vergangenen Jahren haben einige zweisprachige Schulen (Deutsch-Englisch) in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet eröffnet. Die Schulgebühren liegen zwischen 220 bis 1000 Euro im Monat.

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