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Bewerbungsgespräch

audit © Endostock | Dreamstime.com

Sie können nicht auf alles vorbereitet sein - und das müssen Sie auch nicht. Mit einigen deutschen Standards sollten Sie aber rechnen.

Fragen zum Lebenslauf

Wenn Sie Lücken in Ihrem Lebenslauf haben, sollten Sie dafür eine Begründung haben.

Hier lautet die Devise, ehrlich zu sein. Das Gleiche gilt bei einem langen Studium. Wenn Sie nebenbei ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeführt haben, kann das unter Umständen sogar positiv sein.
Als Einstieg in das Gespräch ist es sinnvoll, den eigenen Lebenslauf in Kürze darstellen zu können. Sehr gut ist es, wenn Sie dabei das Interesse an dem angebotenen Job einfließen lassen können. Es sollte während des Gesprächs in jedem Fall  erkennbar sein, dass Sie sich gerade für diesen Job sehr interessieren.

In Ihrem Vorstellungsgespräch kann es durchaus sein, dass Sie sich und Ihren Lebenslauf in Form einer Powerpointpräsentation oder mit Hilfe eines Flipcharts präsentieren sollen. Üblicherweise wird Ihnen dies aber vorher mitgeteilt. Die Präsentation sollte dabei alle wesentlichen Punkte Ihres Lebenslaufs beinhalten.

Erwartungen an den Job

Wie gut sind Sie auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet? Zeigen Sie bei dieser Frage, dass Sie Informationen über das Unternehmen gesammelt haben und leiten Sie Ihre Erwartungen von Fakten ab, die Sie dabei recherchiert haben.

Fragen zu Fähigkeiten und Interessen

Rechnen Sie damit, nach Ihren Schwächen und Stärken gefragt zu werden. Verzichten Sie darauf, Schwächen zu nennen, die auch als Stärken interpretiert werden können, beispielsweise Ungeduld oder Perfektionismus. Seien Sie besser ehrlich, betonen die Schwächen aber nicht zu sehr und stellen Sie einer Schwäche immer eine Stärke gegenüber. Ähnlich ist es mit der Frage nach Erfolgen und Mißerfolgen. Wählen Sie Erfolge aus, die auch etwas mit Ihrer zukünftigen Arbeit zu tun haben. Bei Mißerfolgen können Sie natürlich ein wenig in andere Bereiche ausweichen. Trotzdem sollte ein Bezug zur Arbeit bestehen und ein Lerneffekt aufzuweisen sein.

Gehaltsvorstellung

Hören Sie sich bereits vor dem Vorstellungsgespräch um, wie hoch das branchenübliche Gehaltsniveau für die angestrebte Position ist. Kommen Sie nicht von sich aus auf das Thema Gehalt zu sprechen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Arbeitgeber das Thema anschneidet.

Sie sollten auf Nachfrage einen Gehaltsrahmen in den Raum stellen und diesen auch vertreten können. Dabei handelt es sich immer um das Jahresgehalt in Brutto. Verweisen Sie auf Ihre Qualifikationen, die Motivation und Ihre Berufserfahrung. Sollte dann etwas weniger geboten werden, können Sie verhandeln, aber nicht auf das Mehr bestehen. Nach der Probezeit oder spätestens nach einem Jahr sollten Sie darauf zurückkommen.

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Assessment-Center

Viele größere Unternehmen versuchen durch bestimmte Auswahlmethoden und Tests nach dem Vorstellungsgespräch herauszufinden, wie qualifiziert die Bewerber tatsächlich sind. Das Assessment-Center als Einstellungstest ist ein relativ neues Phänomen in Deutschland. Je höher Ihre angestrebte Position innerhalb des Unternehmens angesiedelt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie den Test durchlaufen.

Generell lässt sich sagen, dass ein Assessment-Center eine Dauer von 1 –2 Tagen hat und aus ungefähr 8 – 12 Teilnehmern besteht. In systematischen Analysen müssen die Bewerber Ihre Qualifikationen in verschiedenen Situationen unter Beweis stellen. Ob in Gruppendiskussionen, Rollenspielen, Präsentationen, Fallstudien und vielem mehr, Sie werden ständig gefordert und bewertet. Die Hauptbewertungsbereiche sind die Persönlichkeit, das Auftreten, die soziale Kompetenz, die Motivation und die Fähigkeit analytisch und langfristig zu denken.

Der Sinn eines Assessment-Center liegt darin, dass das Unternehmen Sie im Umgang mit Personen unter Leistungsdruck bewerten kann. Auch hier gilt es jedoch keine Angst zu haben, sehen Sie das Assessment-Center einfach als anstrengenden Workshop, bei dem auch Spaß erlaubt ist.

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Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch

Sobald Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, haben Sie bisher alles richtig gemacht. Damit auch das Bewerbungsgespräch ein Erfolg wird, beachten sie folgende Hinweise.

Recherche über möglichen Arbeitgeber

Es ist unerlässlich, sich über den potentiellen Arbeitgeber genauer zu informieren. Gehen Sie dafür beispielsweise auf die Firmenwebseite. Es schadet auch nichts, über Suchmaschinen oder spezielle News-Suchen aktuelle Informationen zu erfragen. Sie sollten bei allen Recherchen auf aktuelle Probleme und Projekte des Unternehmens achten, zu denen man möglicherweise auch etwas beitragen kann.

Kleidungsstil beachten

Das Umfeld des zukünftigen Arbeitsplatzes ist entscheidend, wenn es um die Kleidung geht.
Selbstverständlich ist, dass die Kleidung sauber und gepflegt sein muss und man sich darin wohl fühlen sollte. In der Finanzdienstleistungsbranche (Banken, Versicherungen, Consulting) ist eine konservative Garderobe zu empfehlen (Anzug bzw. Kostüm oder Hosenanzüge).

Frühe Anreise planen

Am Tag des Vorstellungsgesprächs sollten Sie nicht  unpünktlich sein. Durch rechtzeitige Planung der Anreise und großzügige Zeitpolster müssen Sie fast alle Eventualitäten ausschließen können. Denken Sie dabei auch an Verzögerungen die durch Stau, unpünktliche Bahnen, lange Wege auf dem Firmengelände oder auch - in bestimmten Branchen – Sicherheitskontrollen entstehen können.
Wenn das Bewerbungsgespräch früh morgens beginnt, könnten Sie zum Beispiel einen Tag früher anreisen und in einem Hotel übernachten.

Unterlagen mitnehmen

Was Sie unbedingt mit in das Bewerbungsgespräch nehmen sollten ist die Stellenanzeige, eine Kopie der Bewerbung und Ihre Einladung zum Gespräch. Für alle Fälle sollte man alle Zeugnisse und Referenzen, die man in der Bewerbung erwähnt hat (und vielleicht nur als einfache Kopie angefügt hatte), als beglaubigte Kopien dabei haben.